Altersheim

Altersheim für Meerschweinchen

Die Nagerfarm nimmt auch Meerschweinchen ab ca. 6 Jahren ins Altersheim auf. Diese Rentnertiere bleiben bis an ihr Lebensende bei uns und werden nicht mehr weitervermittelt.

Alte Meerschweinchen neigen oft zu Arthrose und Gicht, Blasenproblemen oder Entgleisung der Schilddrüsenfunktion. Sie müssen deshalb täglich besonders beobachtet und werden, wenn nötig, unverzüglich zum Tierarzt zur Behandlung gebracht. Da alte Tiere einen höheren Energiebedarf haben, bekommen sie zusätzlich zu Heu, Pellets und Grünfutter auch Grünen Hafer, Erbsenflocken und allerlei getrocknete Kräuter und Gemüsemischungen. Die tägliche Kontrolle der Meeri – Senioren ist sehr zeitintensiv und nötige Behandlungen und die spezielle Fütterung sind entsprechend kostspielig.

Deshalb bezahlt der ehemalige Besitzer pro Rentnerschweinchen bei dessen Eintritt ins Altersheim

eine einmalige Jahresgebühr von CHF 150.- für Kost und Logis (Das sind 41 Rappen pro Tag)

Mit diesem Betrag werden die täglichen Futter – und Unterhaltskosten gedeckt.


Die Gebühr von CHF 150.- für das erste Jahr, muss bei Abgabe des Tieres bar bezahlt werden und wird nicht zurückerstattet, wenn das Tier vorzeitig stirbt. Lebt das Meerschweinchen noch länger als ein Jahr hier im Altersheim, so werden die weiteren Kosten für das Tier von den Einkünften vom Verkaufspreis der Vermittlungstiere bezahlt.

Rentnerschweinchen dürfen nach Terminabsprache gerne wochentags besucht werden.

Bevor Sie sich dazu entschliessen, Ihr letztes altes Meerschweinchen wegzugeben, überlegen Sie sich bitte, ob dieser Schritt der richtige für Ihr Tier ist. Jedes Meerschweinchen reagiert anders auf solch einschneidende Veränderungen seiner Lebensumstände. Es ist nie einfach für ein altes Tier, seine gewohnte Umgebung und die Menschen, die es kennt, zu verlassen. Obwohl die meisten Meeris noch einmal aufblühen, wenn sie wieder Gesellschaft bekommen, kommt es dennoch ab und zu vor, dass die Trauer um das letzte Partnertier, der Stress des Umzugs und das Eingliedern in eine neue Gruppe für manche Schweinchen zu viel ist. Solche Meerschweinchen geben sich dann bald auf.

Sie kennen Ihr Tier, entscheiden Sie selbst. Gerade für Meerschweinchen, die ihr Leben lang nur die ruhige und eher ereignislose Zweierhaltung gekannt haben, ist der Einzug in ein Rudel von mehreren Tieren oft ein Schock. Haben Sie ein sehr sensibles Tier, dem ein solcher Umzug wirklich Probleme bereiten könnte, so wäre es vermutlich besser, das Meerschweinchen zu behalten und ihm noch einmal zwei deutlich jüngere Gspänli zu kaufen. Nach dem Tod des alten Schweinchens können dann die beiden jüngeren Tiere in Ruhe gemeinsam umplatziert werden und Sie können Ihre Meerschweinchenhaltung ohne Druck und Eile beenden.

Generell ist es empfehlenswert, sich vorzeitig Gedanken um den Lebensabend seiner Meerschweinchen zu machen und für einen Altersheimplatz anzufragen, solange die Tiere noch zu zweit sind und gemeinsam umziehen könnten. Der Umzugsstress ist zu zweit einfacher zu bewältigen und die Trauer beim Tod des langjährigen Partners hält sich in der Regel in Grenzen, da dann ja noch andere Rudelmitglieder da sind.

Leider ist es aber auch bei mir nicht so, dass ich einfach unbeschränkt Meerschweinchen aufnehmen kann. Jedes Meerschweinchen hat seinen eigenen Charakter, seine Vorlieben und Abneigungen. Es können nicht wahllos Tiere zusammengesetzt werden, denn die Gruppenkonstellation muss stimmen und die Charaktere müssen zusammenpassen. Ausserdem wird pro Stall und Gehege nur eine bestimmte Anzahl Tiere untergebracht, denn die Schweinchen sollen ja auch im Alter noch genügend Platz haben und nicht zusammengedrängt leben müssen. Deshalb kann es vorkommen, dass ich Anfragen für das Altersheim aus Platzgründen ablehnen muss.