Aktuell

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17. April 2016

Die Ruhepause über den Winter hat mir sehr gut getan und ich habe die Zeit ohne Kundenbesuche und ohne stundenlange Telefon – oder Onlineberatungen sehr genossen. Ich konnte mich erholen, hatte Zeit zum Nachdenken, Zeit, eine Entscheidung zu treffen, und ich habe mir die Entscheidung bestimmt nicht leicht gemacht.

Ich werde die Nagerfarm als Auffangs- und Vermittlungsstation nicht weiterführen. Es werden keine Meerschweinchen mehr vermittelt, und da ich keine Tiere mehr abgebe, kann ich auch keine mehr aufnehmen, sonst hätte ich über kurz oder lang völlig überfüllte Volieren. Zur Zeit leben immer noch 43 Meerschweinchen hier, die bei mir ihren Lebensabend geniessen. Was ich weiterhin in kleinem Rahmen anbieten werde, sind Ferienplätze in Aussenhaltung.

Gute 15 Jahre lang habe ich die Station mit viel Liebe und Engagement geführt und dabei die Höhen und Tiefen erlebt, die vermutlich nur Menschen, die Tierschutzarbeit leisten, wirklich nachvollziehen können.

Ich stehe an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich entscheiden muss, in welche Richtung ich gehen will. Die familiären Verhältnisse haben sich geändert, meine Kinder sind erwachsen, zum Teil schon ausgezogen und ich werde nicht mehr auf dieselbe Weise „gebraucht“ wie früher. Das freut mich, gibt es mir nun doch jetzt die Gelegenheit, auch mal „an der Reihe“ zu sein. Tiere und meine Liebe zu ihnen, werden in meinem Leben immer eine wichtige Rolle spielen. Aber es ist Zeit, mich  neu zu orientieren und vor allem zusammen mit meinem Mann wieder mehr Gemeinsamkeiten suchen und finden.

Die Homepage wird in der nächsten Zeit etwas abgeändert, wird aber als Infoseite bestehen bleiben.

Ich bedanke mich bei allen lieben Menschen, die mich in diesen intensiven Jahren unterstützt haben. Sei es mit Geld/Futterspenden oder mit tollen Lebensplätzen, die den Meerschweinchen geboten wurden. Ich wünsche allen Tierfreunden alles Gute, viel Gesundheit und immer viel Glück im Stall.

Herzliche Grüsse und Tschüss miteinander

 

Oktober 2015 / Warum die Pause?

Das Jahr 2015 war in jeder Hinsicht unglaublich intensiv. Es gab zu viele kräftezehrende Erlebnisse dieses Jahr, und mein Akku ist schlicht und einfach leer. Todesfälle in der Familie, der Tod meines geliebten Hundes, der 10 Jahre lang mein Schatten war, gesundheitliche Probleme, die immer lästiger werden, die Tatsache, dass ich meinen letzten Urlaub vor fast 9 Jahren hatte, und vor allem der Kontakt und Umgang mit zum grössten Teil ganz schlimmen Menschen. Ich könnte inzwischen ein Buch mit den Erlebnissen füllen, die ich nicht gebraucht hätte. Ich hatte schon immer mal wieder zwischendurch Kundschaft, die ich lieber gehen als kommen sah, aber was ich dieses Jahr alles erleben musste, hat mich nun offenbar mehr mitgenommen, als ich zuerst dachte. Ich bin einfach völlig erschöpft und brauche eine Pause.
Es gab wohl ein paar ganz tolle Leute, für deren Engagement und Liebe zu den Schweinchen und dem Anstand mir gegenüber, ich mich ganz herzlich bedanken möchte. Diese wenigen positiven Erlebnisse, die mir jeweils wieder Kraft geben, sind nun aber einfach nicht mehr ausreichend, angesichts der unsäglichen Menschen, mit denen ich mich dieses Jahr immer wieder konfrontiert sah. Ich habe mir jeweils nichts anmerken lassen, sondern einfach mitgemacht und gelächelt, denn es galt ja immer, den Tieren zu helfen. Was ich dieses aber Jahr an Lügen, Schönreden, Geiz, Gleichgültigkeit, Beratungsresistenz, Uneinsichtigkeit, Verantwortungslosigkeit und Respektlosigkeit gegenüber den Tieren und auch mir gegenüber erlebt habe, ist wirklich sagenhaft. Was mich besonders erschreckt hat, waren einige Leute, die dringend professionelle Hilfe bräuchten, die sich aber stattdessen ungehemmt an mir ausgelassen haben. Was ist nur mit den Menschen los?
All das hat mich zu viel Kraft gekostet und es geht mir nicht mehr gut. Ich werde nun das nächste halbe Jahr in Ruhe zu meinen Tieren schauen und versuchen, mich zu erholen.
Ende April werde ich entscheiden, ob ich die Auffangstation als solche weiterführe oder ob ich nur noch Ferienplätze und hin und wieder einen Altersheimplatz anbiete.
Inzwischen wünsche ich allen wirklichen Tierfreunden eine friedliche Advents- und Weihnachtszeit, ein gutes neues Jahr und immer viel Glück im Stall.

 

13. September 2015

Es scheint das Jahr der Babys zu sein auf der Nagerfarm. Dieses Jahr habe ich unglaublich viele trächtige Weibchen aufgenommen, und die meisten davon kamen aus dem Tessin. Aber auch aus der Ostschweiz, aus dem Solothurnischen und aus dem Bernbiet gab es Notfälle mit trächtigen Weibchen. Und mit den Damen kamen natürlich auch unkastrierte Böcke mit, die hier noch kastriert werden mussten. Und all die kleinen Buben, die dann hier zur Welt kamen und ebenfalls noch frühkastriert werden mussten….. Und es scheint noch immer kein Ende in Sicht zu sein. Am Freitag kamen, wieder aus dem Tessin, 2 Mütter mit Babys, ein paar „Teens“ und zwei erwachsene, potente Böcke hier an, insgesamt wieder 14 Tiere zusätzlich.

Die meisten der im Sommer angekommenen oder hier geborenen Schweinchen haben inzwischen gute Plätze gefunden. Noch immer suchen aber vor allem junge Kastraten ein schönes Zuhause bei lieben Leuten. Wie so oft musste ich auch in den letzten Monaten hin und wieder Anfragen um Tiere ablehnen, weil der Begriff „grosszügige Haltung“ von immer noch recht vielen Tierhaltern sehr unterschiedlich ausgelegt wird. Für viele Leute ist die Haltung in einem Doppel-Kaninchenstall (ohne permanenten Auslauf) oder einem in die Höhe gebauten Turmkäfig „sehr grosszügig“ Für mich sind solche Haltungen mehr denn je ein NoGo. Einige Beratungen zur Haltung liefen dann leider auch völlig ins Leere. Die Leute waren nicht bereit, sich zu bewegen und ihren Tieren etwas mehr als das Minimum zu bieten. Schade!

Sehr „gefreut“ haben mich in letzter Zeit auch die Leute, die mit meiner Zeit mehr als grosszügig umgehen. Die Dame etwa, der es drei Tage vor ihrem Umzug in den Sinn kommt, dass sie am neuen Ort ihre 6 Meeris nicht mehr halten kann. Zum vereinbarten Übernahmetermin erscheint sie dann aber doch nicht und hält es auch nicht für nötig, sich bei mir abzumelden. Ich organisiere hier extra um, verschiebe intern ein paar Tiere, damit ich Platz für ihre Schweinchen habe und richte extra ein Gehege her. Und stehe mir dann wartend die Beine in den Bauch. Und was mich ganz besonders geärgert hat – kurz nach der Terminvereinbarung hatte ich genau für diesen Tag eine Einladung einer Freundin bekommen, mit ihr einen schönen Tagesausflug zu machen. Und ich habe vor lauter Pflichtbewusstsein gegenüber dieser „Kundin“ abgelehnt, damit ich sicher da bin und ihre Tiere übernehmen kann, denn was man abgemacht hat, hält man ein…. Die einen jedenfalls!

Auch stelle ich fest, dass es für viele Leute enorm schwierig zu sein scheint, pünktlich zu sein. Von 10 Minuten bis zu 2 Stunden zu spät kommen war alles schon mal da. Offenbar scheinen die Leute tatsächlich zu glauben, ich hätte nichts anderes zu tun, als auf sie zu warten und scheinen nicht einmal zu merken, wie respektlos sie sich mir gegenüber verhalten. Mehrmals ist es bei solchen Gelegenheiten sogar vorgekommen, dass ich mit einem Tier dringend zum Tierarzt gemusst hätte, ich aber warten musste, bis die Leute endlich mal kamen. Und zweimal kam es sogar vor, dass die Leute nach ihrem Eintreffen meine Mitteilung, ich müsste dringend zum TA, ich hätte nun wirklich kaum mehr Zeit, völlig ignorierten und sogar noch eine Besichtigung der Nagerfarm verlangten!! Was ist eigentlich mit den Leuten los? Sind alle nur noch auf dem Ego-Trip? Ich will was ich will, und nach mir die Sintflut? Im Moment bin ich wirklich sehr ferienreif….

Eines hat mich aber wirklich unglaublich gefreut und genau diese Erlebnisse sind es, die mir immer wieder den Mut und die Kraft geben, weiter zu machen. Ich hatte eine Anfrage für einen Kastraten zu einem verwitweten Weibchen in Käfighaltung. Ich erklärte der Dame am Telefon, was ich von Zweierhaltung im Allgemeinen und Käfighaltung im Besonderen halte. Sie war zu meiner Freude sehr aufgeschlossen und interessiert, liess sich beraten und hegte ja eigentlich selber den Wunsch, es für die Tiere besser zu machen. Dass aber gleich ein solch familiäres Grossprojekt daraus werden würde, hätte ich mir wirklich nicht zu träumen gewagt. Aus einfacher, langweiliger Käfig-Knasthaltung mit zwei Tieren wurde mit etwas Beratung und dem Willen der Leute, den Rat anzunehmen und umzusetzen, dieser fantastische „Meerschweinchen-Traum“ . Natürlich bekam das einsame Weibchen trotzdem sofort einen Partner, es sollte ja nicht zu lange alleine bleiben. Nach Fertigstellung des neuen Geheges zogen dann noch drei weitere Schweinchen der Nagerfarm dort ein und machten das Rudel vorerst komplett. Sagt selbst, ist das nicht herrlich? Da lacht doch das Herz.:-)

Gehege3 Gehege2
Stall Innen
Stein Schweinchen
Gehege1 Ausgang

 

25. Juni 2015

Phuu,war das ein Babysegen. 🙂 Zwischen dem 1. Mai und dem 22. Juni sind von den trächtigen Damen insgesamt 27 Babys zur Welt gekommen. Davon waren 11 Buben und 16 Mädels. Einige der Buben konnten bereits frühkastriert werden und sind zum Teil bereits mit ihrem Müttern und Schwestern ausgezogen, sogar einige der erwachsenen und halbwüchsigen Kastraten durften mit. Ein Teil der Babys ist auch bereits reserviert, sie werden ebenfalls mit ihren Müttern in bereits vorhandene Gruppen ziehen dürfen. Es sind aber noch über 10 Babys mit ihren Müttern frei, ebenso einige halbwüchsigen Kastraten. Es darf für grosszügige Haltung gerne angefragt werden. 🙂

In der ursprünglich wirklich gut funktionierenden Bubengruppe gab es Zoff, nachdem der souveräne Rudelführer als Haremswächter wegadoptiert wurde. Plötzlich war eine Bande halbwüchsiger Halbstarker ohne Chef, und zwei der Jungs wurden leicht grössenwahnsinnig und mobbten die anderen Buben. Leider ist das nun mal das Risiko, das ich hier mit den immer wieder wechselnden Gruppenmitgliedern eingehe. Deshalb ist es bei Kastratengruppen in Privathaltungen enorm wichtig, dass es möglichst wenig Veränderungen gibt und dass wirklich einer der unumstrittene Rudelführer ist. Und am besten ist dies jeweils ein Kastrat, der schon ein gutes Jahr älter ist als der Rest der Gruppe. Zum Glück habe ich hier normalerweise genug Platz für Plan B, denn wenn es in einer Gruppe plötzlich nicht mehr funktioniert, muss man rasch handeln und Schweinchen  umsortieren   können. Allerdings ist es in den letzten Wochen etwas eng geworden. Bei derart vielen Nottieren und zum Teil damals noch unkastrierten Böcken, konnte ich nicht einfach so mir nichts dir nichts Gruppen zusamenstellen. Einige der Böcke haben sich wirklich nicht vertragen und haben so natürlich immer gleich ein ganzes Gehege mit ihrer Dominanz blockiert, da sie nur mit Weibchen veträglich waren. Ausserdem kamen zum wirklich ungünstigsten Zeitpunkt auch noch Vermittlungsschweinchen retour, die aus Gesundheitsgründen nicht mehr gehalten werden konnten. Deshalb bin ich im Moment enorm erleichtert, dass doch recht viele der Schweinchen in den letzten zwei, drei Wochen ein schönes Zuhause gefunden haben. So habe ich endlich auch wieder etwas „Luft“.

Ab Juli sind auch noch drei verschiedene Gruppen Ferienschweinchen angemeldet. Wenn diese nach den Ferien wieder nach Hause gehen, habe ich wieder Platz für neue Notmeerschweinchen.

27. April 2015

Hin und wieder können die Leute nicht verstehen, wenn ich Ihnen sage, ich könne Ihre Schweinchen zur Zeit nicht aufnehmen, ich hätte gerade keinen Platz, erst recht nicht für Böcke/Kastraten. Sie argumentieren dann, ich hätte ja kaum Schweinchen auf der Abgabeseite, so viele Tiere könne ich ja nicht hier haben. Ja, stimmt, auf der Abgabeseite sind jeweils nicht so viele Schweinchen abgebildet. Es werden dort nur die Meeris vorgestellt, die auch wirklich abgabefähig sind. Aber das sind natürlich bei Weitem nicht alle Schweinchen, die hier sind. Ich habe gerade mal wieder durchgezählt, es leben zur Zeit 84 Meerschweinchen auf der Nagerfarm. Davon sind nur 12 Meeris abgabefähig und auf der HP. Der „Rest“ setzt sich zusammen aus Tieren, die hier entweder im Altersheim sind, aus Feriengästen oder es sind Schweinchen, die aus verschiedenen Gründen noch unter Beobachtung stehen. Viele wirkliche Notfälle sind in letzter Zeit hier notgelandet, so zum Beispiel erst gestern, als 13 Schweinchen hier angekommen sind, davon 6 Weibchen und 7 unkastrierte Böcke. Drei dieser Weibchen sind ganz sicher trächtig, bei den anderen drei Mädels muss noch abgewartet werden ob sie einen Bauch bekommen. Aus einer anderen „Quelle“ sind schon vor einiger Zeit ebenfalls Weibchen zusammen mit potenten Böcken hierhergekommen. Insgesamt sind hier also 9 definitiv in unterschiedlichen Stadien trächtige Weibchen und 3 eventuell trächtige Mädels hier. Eigentlich also sehr viele Vermittlungstiere, die aber hier erst noch gebären und ihre Jungen aufziehen werden, während die potenten Böcke, die morgen Dienstag kastriert werden, erst noch ihre Kastra-Frist absitzen müssen, bis sie vermittelt werden können. Sie alle „blockieren“ vorläufig sämtliche Gehege und Ställe. Und wenn man von einem Durchschnitt von 3 Jungen pro Weibchen ausgeht, wird es im Mai und Juni wohl zwischen 25 und 30 Jungtiere geben. Dass da vorläufig einfach kein Platz mehr ist um noch mehr Schweinchen aufzunehmen, ist klar. Damit bin ich auch am gesetzlichen Limit, denn als offizielles Meeri-Tierheim mit Bewilligung vom Vetamt darf ich nur eine gewisse Anzahl Meerschweinchen hier haben. Zudem muss ich auch immer mit den Gruppen etwas jonglieren, denn nicht alle Schweinchen mögen sich und kommen miteinander aus. Deshalb kann ich auch nicht einfach immer wieder Neuankömmlinge x-beliebig irgendwo in eine Gruppe stecken.

All das bedeutet im Moment – absoluter Aufnahmestopp für die nächsten 3 Monate. Bis Ende Juli sind alle Gehege besetzt, anfangs Sommerferien auch noch von bereits angemeldeten Feriengästen. Neue Meerschweinchen, auch Altersheimtiere, können voraussichtlich erst wieder Anfangs August aufgenommen werden.

7. April 2015

Viele Notfälle hat es seit dem letzten Aktuell wieder gegeben und viele Meeris sind hier notgelandet. Kaum hatte das neue Jahr begonnen, ging’s auch wieder los. Einzeln übriggebliebene Schweinchen, Tiere aus Bestandesreduktionen, zum Teil trächtig, gerettete Schweinchen, die man nicht selber behalten kann, aus allen Ecken der Schweiz haben sich die Meeris hier versammelt.Und relativ viele Tiere kreisen noch in der Warteschlaufe, bis es wieder Platz hat.

Inzwischen sind auch wieder mehrere Schweinchen in ein neues Zuhause ausgezogen, andere bleiben noch unter Beobachtung hier. Auf der Abgabeseiter werden wieder die Tiere vorgestellt, die Vermittlungsfähig sind. Ebenfalls suchen unter Direktvermittlung wieder zwei Meeri-Pärchen ein neues Zuhause.

3. Januar 2015

Und schon ist der ganze Weihnachts-und Neujahrstrubel wieder vorbei. Unglaublich, wie schnell das Jahr 2014 vorbei gegangen ist. Es war grundsätzlich ein sehr gutes Jahr und viel Schönes ist passiert. Die Schweinchen haben eine neue Anlage, und am Ende, dank einiger grosszügiger Tierfreunde, doch noch ein stabiles Dach über den Kopf bekommen. Der Wetterschutz „verhebt“ und hat auch schon seine „Schneetaufe“ bravourös bestanden. Hier noch einmal ein grosses Danke an alle, die mit ihren Spenden mitgeholfen haben, dass die Schweinchen wieder ein wettersicheres Domizil haben

An die 200 Meerschweinchen haben im vergangenen Jahr den Weg auf die Nagerfarm gefunden. Die meisten Tiere kamen aus privatem Verzicht, darunter waren auch einige Altersheim-Schweinchen, die ihren Lebensabend hier verbringen. Viele Tiere kamen als einzelne „Überbleibsel“ hierher und suchten neuen Anschluss. Es kamen aber auch viele Meeris aus Bestandesreduktionen, und sogar ein ausgesetztes Meerschweinchen ist hier notgelandet.

Mit all den vielen Menschen, mit denen ich es im Jahr 2014 zu tun hatte, gab es die unterschiedlichsten Erlebnisse. Viele davon waren durchaus erfreulich, es gab aber auch Erfahrungen, auf die ich hätte verzichten können. Ich habe aber schon lange gelernt, dass es gerade die unschöneren Begegnungen sind, die einen am meisten und am besten lehren und ich bedanke mich im Stillen immer bei den entsprechenden Leuten dafür.
Einige Vorkommnisse hatten und haben natürlich auch Reaktionen meinerseits zur Folge. Viele haben es bereits gesehen oder gemerkt – die Abgabe-und Verzichtsverträge für die Meerschweinchen wurden überarbeitet, sind jetzt detaillierter und nehmen bei Verzichtsmeerschweinchen die ehemaligen Besitzer/innen etwas mehr in die Pflicht, bei den Adoptionsmeerschweinchen werde ich hingegen besser gegen Willkür geschützt und die neuen Halter/innen werden deutlicher auf ihre Pflichten hingewiesen. Eigentlich schade dass diese Massnahme nötig war, denn die meisten adoptionswilligen Tierfreunde sind sich ihrer Verantwortung eigentlich durchaus bewusst. Es ist nur einigen Wenigen zu verdanken, dass ich in den Verträgen die Zügel straffer ziehen musste.

Dass dies nicht allen passt, habe ich im letzten Ouartal des Jahres durchaus daran gemerkt, dass sich viel weniger Leute gemeldet haben, die ihre Tiere abgeben wollten. Über kleine Umwege habe ich von einigen Leuten erfahren, die zwar ihre Meeris hätten loswerden, dies aber ausschliesslich gratis hätten tun wollen. Je nach Gesundheitszustand der Tiere kostet das seit ein paar Monaten halt etwas, wobei gesunde Kastraten und Weibchen ja noch immer gratis abgegeben werden können. Darüber, dass hier nicht mehr alles gratis und selbstverständlich ist, waren einige Leute, wie ich erfuhr, sehr empört und meldeten sich gar nicht erst bei mir. Wenn man bedenkt, dass man für tote Dinge wie kaputte oder veraltete Elektronik ohne Theater Entsorgungsgebühr bezahlt und auf den Müllsack, den man sich vor die Haustür stellt, anstandslos Geld in Form von Abfallmarken klebt, dann frage ich mich, warum das „Entsorgen“ eines lebenden Wesens, für das dann erstmal jemand anders die Verantwortung und Pflege übernimmt, nichts kosten darf. Was läuft hier schief?

Neu ist im neuen Jahr auch die Beratung in Sachen Meerschweinchen nicht mehr gratis. Ich habe nicht gezählt, wie viele Leute sich in den letzten dreizehn Jahren von mir haben beraten lassen, hier vor Ort, am Telefon oder per Mail. Manchmal dauern diese Beratungen insgesamt sogar mehrere Stunden für eine einzige Person. Oft haben die Leute Fragen zur Haltung und möchten gerne vorbeikommen, sich meine Meerschweinchenhaltung ansehen und sich hier viele Ideen und Tipps holen. Viele Meerschweinchenhalter rufen auch an und haben Probleme mit ihren Tieren, die nicht miteinander auskommen, haben Fragen zu Gruppenkonstellationen, zu Krankheiten etc. Und alle möchten gerne kompetent beraten werden und erwarten Lösungen für ihre Probleme. Und für alle bin ich da, so gut und so oft ich kann. Doch in all diesen Jahren, bei all diesen unzähligen Beratungen, bei all diesen Problemen, die ich für die Leute lösen konnte, ist es genau vier Menschen in den Sinn gekommen, meine Zeit und mein Rat könnte etwas wert sein. Dreimal hat mit diesem Lohn für die Notmeeris wirklich etwas herausgeschaut und ich konnte ihnen Pellets und Gemüse kaufen. Und einmal waren es Pralinés. 🙂 Vielen Dank an diese vier netten Leute, dass sie meine Zeit wertgeschätzt haben. Normalerweise bekomme ich höchstens ein Dankeschön oder nicht einmal das – auf ausführliche Mails kommt oft nicht mal mehr eine Antwort….

Obwohl ich die Beratungen zum Wohle der Tiere eigentlich immer gern mache, bin ich sehr enttäuscht und komme ich mir mehr und mehr ausgenutzt vor. Deshalb habe ich mich entschlossen, dass diese Beratungen künftig nicht mehr kostenlos sind und Auskünfte per Mail nur noch ausnahmsweise erteilt werden. Infos über die Preise und Zahlungsmöglichkeiten von telefonischen Auskünften oder Beratungen vor Ort finden Sie hier.

Ebenfalls gibt es neu bestimmte Zeiten, zu denen Tiere geholt oder gebracht werden können, damit „nebenbei“ auch mein Privatleben noch Platz hat. Besuche zur Abgabe oder Adoption von Meerschweinchen sind jeweils nach Voranmeldung am Samstag zwischen 9:00 Uhr und 15:00 Uhr sowie am Donnerstagnachmittag von 13:30 Uhr bis 17:30 Uhr möglich.
Zur einfacheren Übersicht gibt es neu die Rubrik „Infos und Preise“ Dort kann man alles Wichtige in Kürze klar und übersichtlich nachlesen.

Im Moment suchen ausschliesslich Kastraten ein neues Zuhause. Die Abgabeseite wird so bald als möglich aktualisiert, denn seit dem letzten Aktuell sind wieder einige Buben eingezogen. Und kaum hat das neue Jahr begonnen, so sind auch schon für Ende nächster Woche viele neue Schweinchen aus einer Bestandesreduktion angemeldet.

27. November 2014

Endlich hatte ich mal wieder Zeit, alle Schweinchen, die momantan zur Abgabe stehen, zu fotografieren und auf der Abgabeseite vorzustellen. Ebenfalls gibt es unter der Rubrik Direktvermittlung sehr viele Schweinchen, die ein gutes Zuhause suchen.

Unter der Rubrik „Haltung“ gibt es neu einen neuen Artikel zu Thema Meerschweinchen im Kinderzimmer zu lesen

Leider hat sich bisher niemand gemeldet, der irgendwelche Angaben zu dem ausgesetzten Kastraten machen kann. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass niemand etwas weiss. Erfahrungsgemäss ist es vielmehr so, dass Bekannte oder Nachbarn sehr wohl Bescheid wissen, die Sache aber aus Angst vor Ärger auf sich beruhen lassen. Es wäre wirklich wünschenswert, wenn die Leute in solchen Fällen etwas mehr Rückgrat beweisen würden….

20. November 2014

Meerschweinchen ausgesetzt!

Wer kennt dieses Meerschweinchen?

Gestern morgen, am 19. November, fand eine Schulklasse auf der IBA-Insel in Aarau, direkt bei den Volieren, dieses Meerschweinchen. Er wurde gestern Nachmittag in Absprache mit dem ATS auf die Nagerfarm gebracht.

Es ist ein kastriertes Böckli, ca. 1-2 Jahre alt. Er scheint gesund zu sein, ist aber etwas zu mager. Er wurde mit dem abgebildeten Häuschen ausgesetzt. Das Häuschen samt Tier hat man einfach so hingestellt, nicht mal die relative Sicherheit einer Kartonschachtel hat man dem Meeri gegönnt. Das legt die Vermutung nahe, dass das Schweinchen womöglich erst früh am Morgen auf dem Arbeitsweg ausgesetzt wurde. Was wiederum bedeutet, dass es wohl jemand war, der aus Aarau oder Umgebung stammt und der vielleicht auf oder in der Nähe der Kraftwerkinsel arbeitet. Besonders weit geht man ja nicht, wenn man ein Tier loswerden will. Wenn man sich sonst schon keine Mühe mehr mit dem Tier machen will, wozu dann noch weit fahren oder gehen?

Vermutlich ist der Kastrat aus einer Paarhaltung mit einem Weibchen übriggeblieben. Da er hier keine anderen Kastraten akzeptiert, sondern nur Weibchen und seine Zähne völlig in Ordnung sind, könnte seine momentane Magerkeit mit Trauer um sein verlorenes Weibchen und dem Appetitverlust, der daraus resuliert, erklärt werden.

Der Bursche hat nun erst mal wieder ein älteres Mädel zur Gesellschaft und erholt sich von Angst und Strapazen.

Wer kennt dieses Meerschweinchen? Wer weiss, wem es gehörte? Hat jemand erzählt, ein Meeri wäre gestorben und dass man das andere nun nicht mehr will? Hatte jemand ein solches Meerschweinchen vor 1 bis 2 Jahren in einem Wurf und erinnert sich, an wen es abgegeben wurde? Hat jemand ein solches Schweinchen vermittelt? An dieses cremefarbene Punky auf dem Kopf sollte man sich doch erinnern können.

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5. November 2014

Wir haben ein Dach!! :mrgreen:  :mrgreen:  :mrgreen:

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Nun kann es regnen und schneien soviel es mag. Unser Baumeister, Herr Schäfer von www.heissenstein.ch hat ganze Arbeit geleistet. Ein Profi und Allrounder, einfach nur zu empfehlen, falls mal jemand etwas zu bauen hat. 😉 Das Dach ( mit leichtem Gefälle) ist wie ein Carport konzipiert und liegt nirgendwo auf dem Stall oder dem Gehege auf, also absolut kein zusätzliches Gewicht auf der Anlage. Heute, da es den ganzen Tag nur geregnet hat, hat sich die Überdachung zum ersten Mal bestens bewährt. Super! Nun bleibt alles trocken und bei den Fenstern läuft kein Wasser mehr herein. Vorher lief der Regen immer die Blache runter und am Gitter entlang und zog stellenweise bis tief ins Gehege rein. Nur sind es nur noch am Rand ein paar nasse Zentimeter, die den Tieren nichts ausmachen. Herrlich!

Die Nagerfarm ist inzwischen wieder voll. Für das Wochenende sind noch 11 Schweinchen angemeldet, dann ist hier wieder Full House. Wenn diese Neuankömmlinge hier sind, sind es wieder 80 Meerschweinchen, die hier die Gehege bevölkern. Die meisten davon sind Rentnertiere oder Handicapschweinchen, die nicht mehr weitervermittelt werden. Bei allen habe ich letzte Woche den Herbst-Tüv germacht, das heisst, alle Schweinchen eingefangen, Krallen geschnitten, Felle geschnitten und entfilzt,  Zähne kontrolliert und in jedes Ohr hineingeschaut. Die Empörung bei den so Drangsalierten war gross, es wurde teilweise Zeter und Mordio geschrieen, aber Kontrolle muss nun mal sein, und zum Trost gab’s anschliessend eine extra grosse Portion Grünes.

Abgabetiere hat es im Moment einige aber nicht alle sind auf der Abgabeseite. Die Zeit für Fotos hatte ich in letzter Zeit nicht, und als ich es vor ein paar Tagen wieder einmal versuchte, waren die Schweinchen dabei dermassen unkooperativ, dass ich es lieber wieder aufgegeben habe. Deshalb bitte einfach anfragen, wenn man auf der Abgabeseite „seine“ Schweinchen nicht gleich entdeckt.

Im Moment können leider keine weiteren männlichen Meerschweinchen mehr aufgenommen werden, weder im Altersheim noch als Vermittlungstiere. Die Altersheim-Kastratengruppe ist voll und dem allgemeinen Frieden zuliebe, der in letzter Zeit etwas strapaziert wurde, setze ich vorläufig keine neuen Tiere mehr dort dazu. Auch bei den anderen Altergruppe sind bereits je zwei Kastraten  bei den Weibchen, das genügt, ebenfalls dem Frieden zuliebe. Die Gruppe mit den Abgabekastraten besteht zur Zeit aus 8 Jungs verschiedenen Alters, auch dort ist die Grenze im Moment erreicht. Und bei den Mädels, die zum Teil abzugeben sind, sitzen ebenfalls schon Haremswächter.

 

14. Oktober 2014

In letzter Zeit häuften sich die Reklamationen weil die Nagerfarm telefonisch kaum mehr erreichbar war. Wie wir dann feststellten, lag der Fehler darin, dass die Telefonnummer der Nagerfarm innerhalb des bestehenden Nummernblocks immer wieder aus heiterem Himmel ihre Registratur verlor. Leider ist eine dauerhafte Behebung dieses Problems offenbar nicht möglich.

Deshalb hat die Nagerfarm ab sofort eine neue Telefonnummer.

056 552 09 00

Neues gibt es auch vom Volierendach. Am nächsten Montag, 20. Oktober, werden die Arbeiten beginnen. Zuerst werden rund um das Gehege die Fundamente für die senkrechten Stützpfeiler vorbereitet. Das Dach selbst wird dann laut Handwerker am Montag, 27. Oktober fertiggestellt. Ich bin wirklich sehr froh, dass es nun endlich vorwärts geht und für die Schweinchen wird es ebenfalls viel angenehmer sein, wenn bei Regenwetter das Wasser nicht immer unten ins Gehege reinzieht, weil die ganzen Wassermassen an den Gittern herunterlaufen.

Es sind noch einmal ein paar Spenden für das Dach angekommen. Ganz, ganz vielen herzlichen Dank auch diesen lieben Spendern. Es ist nun genug Geld beisammen, damit das Material und die Arbeiten komplett bezahlt werden können.

10.9.2014

Zuerst einmal ein RIESIGES DANKESCHÖN!!!! an all die lieben Menschen und Tierfreunde, welche mir in den letzten Wochen mit ihren Spenden für das neue Volierendach unter die Arme gegriffen haben. Bei den meisten der grosszügigen Spender habe ich mich bereits per Mail bedankt, allerdings sind darunter auch Tierfreunde, die mir völlig unbekannt sind und von denen ich keine Adresse habe. Auch Euch, Ihr Lieben, ganz herzlichen Dank!!! Rund 1’000 Franken sind so zusammengekommen und der Bau des Daches rückt immer näher. Ein genauer Termin steht noch nicht fest, die Arbeiten werden aber im Oktober beginnen.

Zur Zeit bin ich etwas überlastet, was einigen von Euch sicher nicht entgangen ist. Ich bin völlig im Rückstand mit der Beantwortung von Mails. Während meiner ganzen „Meerschweinchenkarriere“ und meiner Beratungstätigkeit, habe ich noch niemals so viele Anfragen zur Beratung und Hilferufe per Mail oder Telefon gehabt wie in den letzten Monaten. Ich könnte den ganzen Tag nur am PC sitzen und in Sachen Meerschweinchenproblemen beraten. Dazu kommen unzählige andere Mails herein. Ehemalige Besitzer möchten wissen, wie es ihren Altersheimschweinchen geht, zufriedene Meerschweinchenkunden berichten mir in Wort und Bild von ihrer Freude an den Tieren und Interessenten, die sich zum ersten Mal Meeris anschaffen wollen, möchten „hinderzi und fürsi“ beraten sein. Bitte, liebe Meerschweinchenfreunde, habt Verständnis dafür, dass ich bei der Beantwortung der Mails prioritäten setzen muss.  Über Bilder und Berichte glücklicher Meeris freue ich mich unheimlich, die Beantwortung dieser Mails muss aber jeweils hinter den „Problemfällen“ erst mal anstehen. Und es ist ja nicht so, dass meine Tage nur aus Meerschweinchen bestehen. Es müssen Hunde gelüftet und beschäftigt, ein grosser Haushalt geschmissen, Schwiegereltern mitbetreut und ein grosser Gemüsegarten halbwegs in Odnung gehalten werden. Deshalb bitte ich wirklich um Geduld und Verständnis, wenn ich nicht sofort Zeit habe zu antworten oder sogar mal eine Antwort vergessen geht.

Aufgrund einiger Vorkommnisse muss ich den Abgabevetrag verbessern und erweitern. Er wird in neuer Fassung nächstens aufgeschaltet. Ebenfalls werde ich einige Preise erhöhen müssen. Erstens habe ich seit Jahren die Preise nicht mehr angepasst, obwohl diese auch für mich jeweils gestiegen sind und zweitens gibt es wirklich immer vermehrt Schlaumeier, die mir offenbar ganz bewusst ihre tierarztbedürftigen Schweinchen aufhalsen. Deshalb wird bei der Abgabe von Meerschweinchen der Preis für Tiere, die Parasiten, Verletzungen oder sonstige körperliche Baustellen haben,  von CHF 25.- auf CHF 50.- erhöht. Die CHF 25.- decken inzwischen nicht einmal mehr die Konsultationsgebühr beim TA. Es geht nicht länger, dass ich die restlichen Kosten der Behandlungen immer selber trage. Ausserdem werde ich bei Meerschweinchen, die aufgrund körperlicher Handicaps nicht vermittelbar sind, grundsätzlich eine Gebühr von CHF 150.- (Altersheimtarif) bei der Annahme eines solchen Tieres verlangen.

Die Abgabseite ist wieder aktualisiert. Ausser vielen hübschen Meeris suchen diesmal auch zwei Zwergkaninchen ein neues Zuhause.

27.7.2014

Die Meerschweinchen kommen und gehen. Die meisten davon gehen zur Zeit „unter der Hand“, also ohne Vorstellung auf der HP, einfach durch Nachfrage der Interessenten. In den letzten paar Wochen konnte ich einge Schweinchen wirklich sehr gut platzieren. Hin und wieder hat es bei den Besitzern zuhause offenbar anfänglich Probleme mit der Vergesellschaftung gegeben, dies aber nicht durch Kastraten sondern jedesmal durch alteingesessenen, dominante Weibchen, die die Neulinge zuerst nicht akzeptieren wollten. In solchen Fällen stehe ich natürlich mit Rat und Vorschlägen zur Verfügung und meistens ist es einfach so, dass alle Tiere ein paar Tage Zeit brauchen, um sich an die neue situation und aneinenander zu gewöhnen. Die meisten Vergesellschaften verlaufen aber ziemlich reibungslos und neue Rudelmitgleider verhalten sich oft so, als wären sie nie von woanders hergekommen. 🙂

Einer meiner Vermittlungskasträtli, der wunderschöne Zefir, hat leider eine sehr schmerzhafte Mittelohrenentzündung erwischt. Er wird entsprechend behandelt und es geht ihm inzwischen schon viel besser. Die Entzündung hatte auch starke Auswirkung auf seinen Gleichgewichtssinn und er hatte eine Zeit lang ziemlich Schlagseite und eine Kopfschiefhaltung. Sein Gleichgewicht hat er inzwischen wieder aber die Kopfschiefhaltung wird er vermutlich beibehalten. Trotzdem freut er sich seines Lebens und hat besonders Freude an den noch sehr jungen aber leider bereits trächtigen  Mädels, die vor zwei Wochen aus einer Bestandesreduktion hierher gekommen sind.

Zefir1Zefir, der Ohrenpatient

 

Als vorübergehende Notlösung haben wir die neue Anlage mit einer Blache abgedeckt. Das geht so einigermassen für den Moment, ist aber nicht wirklich befriedigend. Zur Zeit regnet es so viel und auf den Gitterelementen sammelt sich eine Unmenge an Regen und dadurch entsprechendes Gewicht. Jedesmal, wenn es geregnet hat, steige ich auf eine Leiter, manchmal mehrmals am Tag,  und hole badewannenweise Wasser mit dem grossen Schaber von der Blache, da sich die Gitterelemente darunter von dem Gewicht sofort durchbiegen. Ausserdem läuft mir bei Regen, vorne bei den Fenstern, und obwohl diese bei Regen geschlossen sind, das Wasser in den Stall und ich bin ständig damit beschäftigt, nasse Einstreu zu beseitigen und es den Schweinchen wieder trocken und kuschelig zu machen. Das kann man ja schon eine Zeitlang so machen, aber irgendwann reichts.

Voliere BlacheVoliere mit der Blache – nur eine Notlösung.

Nun scheint es tatsächlich so, als hätte ich endlich einen Handwerker gefunden, der mir ein Dach auf die neue Voliere bauen kann. Da ein normales Pultdach wegen des Gewichts und der Statik nicht in Frage kommt, wird es so etwas wie ein einfacher Carport sein, der darüber gebaut wird. Nun ist so eine Konstruktion aber natürlich sehr viel teurer als das ursprünglich geplante Pultdach (das kein Problem sei, wie mir ursprünglich versichert wurde) 😉 Der Umbau und die neue Voliere alleine haben aber schon fast die gesamten Ersparnisse der Nagerfarm „aufgefressen“. Der Dachbauer hat mir zwar, da er meine Arbeit mit den Tieren hier schätzt, einen äusserst humanen Kostanvoranschlag gemacht, rund die Hälfte von dem, was andere Anbieter wollten, dennoch fehlt mir noch die Hälfte dieses Betrages, nämlich rund CHF 2’500.-. Ich spare zwar wo ich kann und bin sogar dabei, persönliche Dinge zu verkaufen, damit ich den nötigen Betrag zusammenkriege, dennoch weiss ich nicht, ob ich es rechtzeitig schaffe, denn im Herbst soll die Anlage überdacht sein, damit die Meerschweinchen und ich den Winter beruhigt angehen können.

Die Nagerfarm ist normalerweise dank dem Verkaufserlös der Tiere und den Feriengeldern selbstfinanzierend. Hin und wieder bekomme ich von Menschen, die meine Arbeit hier wirklich anerkennen auch einen Betrag zugesteckt. Normalerweise muss ich nicht um finanzielle Hilfe bitten. Aber nun, da grössere Kosten auf mich zukommen als ursprünglich geplant, möchte ich, im Namen der Tiere um  Hilfe bitten, damit das nötige Dach rechtzeitig vor dem Winter gebaut werden kann. Wer für das Dach der Voliere einen Betrag spenden möchte, kann das hier gerne tun:

Spendenkonto:

IBAN: CH6300761150494542001
BIC: KBAGCH22
Vermerk: Spende Volierendach

Vielen, vielen herzlichen Dank an alle Gönner und Spender!

 

 

29. Juni 2014

In den letzten knapp zwei Wochen sind wieder  einige Schweinchen hier eingezogen, die meisten davon sind Kastraten. Ein Kastrat hat seinen Lebensplatz bei Weibchen gefunden und ich hätte noch mehr Schweinchen platzieren können, hätte ich nicht einige Interessenten abweisen müssen. In zwei Fällen waren die Gehege nicht gegen Fressfeinde gesichert, obwohl in einem Fall die Haltung sonst wirklich sehr grosszügig gewesen wäre. Und beim dritten Fall war es wieder einmal eine Anfrage für Tiere in herkömmliche Käfighaltung. Ausserdem hatte ich zwei sehr knapp und schludrig formulierte Anfragen für Weibchen, und als ich freundlich nachfragte,  wie die Tiere denn gehalten würden, wurde der Kontakt sofort abgebrochen. Einige Leute empfinden es offenbar als unzumutbare Einmischung, wenn man sich für die Zukunft seiner Tiere interessiert. Aber auch wenn ich aus organisatorischen Gründen manchmal froh wäre, wenn das eine oder andere Schweinchen bald ausziehen würde, so hat mich die Erfahrung nun wirklich gelehrt, dass es sich immer lohnt, auf den richtigen Platz zu warten.

Der Himikastrat in der Direktvermittlung hat offenbar einen neuen Platz gefunden. Ich wünsche ihm ein schönes Leben.

Auf der Abgabeseite sind wieder einige neue Tiere dazu gekommen. Es sind alles Kastraten. 🙂

17. Juni 2014

Bis auf ein paar Kleinigkeiten sind die Umbauarbeiten nun beendet. Seit zwei Wochen nehme ich auch wieder Meeris auf und solche hat es seit Anfang Monat geradezu gehagelt. In den letzten zwei Wochen sind 32 Meerschweinchen hier eingezogen. Davon sind 8 Rentnertiere, die hier im Altersheim bleiben, und 24 Abgabetiere, von denen die meisten nun auf der Abgabeseite vorgestellt werden. Für diese und nächste Woche sind noch einmal 6 Meeris angemeldet. Das Altersheim ist nun ziemlich voll. Es können im Moment nur noch Weibchen in die gemischten Altersgruppen aufgenommen werden oder nicht dominante, an Kastratengruppen gewöhnte Böckli für die alte Bubengruppe. Alte Pärchen, also Kastrat und Weibchen zusammen, können vorläufig keine mehr aufgenommen weden.

Auf der Direktvermittlungsseite sucht ein wunderschöner Himalaya-Kastrat ein neues Zuhause.

1. Juni 2014

Wir sind mit dem Umbau beinahe fertig. Unglaublich, wie viel Arbeit das gegeben hat. Ohne die Hilfe meiner Familie, von Nachbarn und  Freunden wäre das alles nicht möglich gewesen. Seit dem Abriss des alten Geheges am 3. Mai, bei dem meine Familie und zwei Nachbarn kräftig mithalfen, wurde immer wieder gewerkelt und gearbeitet. Die Aushub – und Plattenarbeiten begannen am 12. Mai. Leider hatte das Allrounder-Team von  Fischer Bedachungen/Renovierungen aus Reinach mit dem Wetter ziemlich Pech. Es war sicher kein Vergnügen, bei dem immer wieder einsetzenden Regen den lehmigen Boden auszuheben und die ganze Arbeit zu tun. Die Herren haben sich aber wacker geschlagen und auch noch kurzfristig den Teil, der früher das Schildkrötengehege war, in einen „Schiffsteg“ zu verwandeln, den wir in Zukunft als lauschiges Loungeplätzchen benutzen und dabei auch gleich die Tiere beobachten können.

Am Donnerstag, 15. Mai wurden Latten und Holzplatten für den neuen Stall geliefert. Dank einer lieben Bekannten und grossen Meerschweinchenfreundin, Angelika Scheuble, konnte ich das Holz bei der Firma, in der sie arbeitet, zu einem günstigeren Preis als normalerweise üblich beziehen. Vielen Dank Angi, das war mir eine grosse Hilfe.

Samstag, 17. Mai, bauten ein Freund der Familie, Thomas Bürgler und sein Sohn Colin, zusammen mit meinem Mann den Stall auf. Um 7.30 Uhr am Morgen begann die Arbeit und um ca. 18:00 Uhr am Abend war der Stall fertig, so dass ich ihn, unter Mithilfe meiner Tochter Kathrin und meines Mannes Markus lasieren konnte.

Bereits am Tag darauf, am 19. Mai, standen um 9:00 Uhr morgens die Leute von Godis-Heimtierbedarf mit der neuen Voliere vor der Tür. Die Voliere war in Rekordzeit aufgebaut, allerdings konnte sie noch nicht an den Stall geschraubt werden. Dieser hatte sich nämlich auf einer Seite etwas gesenkt und musste zuerst gerichtet und unterlegt werden, damit alles wieder im Lot war. Ein paar Tage später war dann alles in Ordnung und die Voliere konnte an den Stall angebaut werden.

Während der folgenden Woche silikonierte ich sämtliche Bodenritzen an den Stallwänden und nachdem das Silikon trocken war, verlegte ich den PVC Boden. So wird der Holzboden geschützt und ich kann so komplett sauber misten und die Abteile auch mal auswaschen. Nach dem Verlegen war wieder Silikonieren angesagt. Die Silikoniererei war ziemlich anstrengend und ich hätte mir fast eine Sehnenscheidenentzündung eingefangen. 😉 Wesentlich anstrengender hatte es aber mein lieber GöGa, denn er musste auf dem Bauch liegend, mit der Lochsäge 18 Ein/Ausgänge für die Stallboxen aus den Wänden sägen. Das war ein zünftiger Kraftakt. Ein paar Tage später kam Thomas noch einmal und befestigte die Schutzblenden rund um den Stall. So können garantiert keine Mäuse mehr eindringen.

Am Dienstag, 3 Juni kommen die Elektriker und sorgen für Licht und Strom im Stall. Anschliessend werden subito der Innenausbau und die Unterteilung der Voliere in Angriff genommen. Denn schon für den nächsten Samstag sind wieder Meerschweinchen für’s Altersheim und zur Vermittlung angemeldet.

Leider hat es mit der Überdachung der Voliere Verzögerungen gegeben. In den nächsten zwei, drei Wochen soll aber auch diese Arbeit erledigt werden. Dann ist endlich alles komplett fertig und ich kann wieder richtig durchatmen. 🙂

Ich möchte mich nun ganz, ganz herzlich bei allen Freunden bedanken, die mitgeholfen und es mir so möglich gemacht haben, einen Traum zu erfüllen. Allen voran danke ich meinem Mann Markus (wir sind dieses Jahr 20 Jahre verheiratet 🙂 ), der sogar extra Ferien genommen hat um mir immer wieder zu helfen. Ich danke meinen Kindern Kathrin und Lukas, die einen Teil ihrer Freizeit geopfert haben um beim Abriss der alten Voliere zu helfen. Unseren Nachbarn Brigitte Nauer und Roger Meier, die beim Abriss ebenfalls eine grosse Hilfe waren und die uns ihren grossen Anhänger zur Verfügung stellten, damit wir alles entsorgen konnten, danke ich ebenfalls ganz herzlich. Ihr seid tolle Nachbarn. Ohne Thomas und Colin Bürgler hätte ich nicht gewusst, wie der Stall auf die Beine gekommen wäre. Vielen Dank für die super Planung, die ganzen Berechnungen und den tatkräftigen Einsatz. Vielen herzlichen Dank auch, liebe Angi, dass ich durch Dich das Holz zu einem wirklich guten Preis bekommen konnte.

Gehege1_Bildgröße ändern Mecki_Bildgröße ändern
Gehege3_Bildgröße ändern Helfer_Bildgröße ändern
Karre voll_Bildgröße ändern Aushub_Bildgröße ändern
Erste Platten_Bildgröße ändern Inspektion_Bildgröße ändern
Vorbereitung_Bildgröße ändern Gerüst_Bildgröße ändern
Fortschritt_Bildgröße ändern Arbeiten_Bildgröße ändern
Fast fertis_Bildgröße ändern Kiste steht_Bildgröße ändern
Feierabend_Bildgröße ändern Lasiert_Bildgröße ändern
Voliere Anfang_Bildgröße ändern Voliere steht_Bildgröße ändern
voliere_Bildgröße ändern Ray

1. April 2014

Leider ist es nun soweit, die alte Voliere hat langsam ausgedient. Schon beim Auseinandernehmen für den Umzug von Schinznach nach Oberflachs war klar, dass die Tage des Geheges schon bald einmal gezählt sein würden. Trotz mehrmaligem Nachlasieren war obenrum alles morsch und untenrum bereits soviel Holz verfault, dass man es einfach mit der Hand herausbrechen konnte. Mit viel Flickerei hat es nun doch noch vier Jahre gehalten, trotzdem, auch die Verstärkungen sind lediglich auf dem alten morschen Holz aufgeschraubt…. Zum Glück gab es bei uns diesen Winter keinen nennenswerten Schnee……

Nun ist ein etwas grösseres Projekt geplant. Die alte Voliere wird abgerissen und der gesamte Grund darunter wird vollständig mit Platten ausgelegt. Der neue Stall wird die Masse 3 m x 3 m haben, die neue Voliere wird hufeisenförmig darum herum gebaut. Insgesamt wird es eine Fläche von 35 m2 für die Tiere geben, unterteilt in mehrere verschieden grosse Gehegeabteile. Am Ende soll auf die ganze Anlage noch ein Dach gebaut werden, damit die Tiere weitestgehend vor Regen geschützt sind.

Das wird ziemlich viel Arbeit, die sich über längere Zeit erstreckt. Geplant ist es, das alte Gehege Anfangs Mai abzureissen, den Mai hindurch alles zu bauen und ab Mitte Juni wieder betriebsbereit zu sein.

Das bedeutet natürlich auch, dass in dieser Zeit keine Notschweinchen und Ferientiere aufgenommen werden können, damit ich, wenn das grosse Gehege nicht mehr steht, nicht zu viele Tiere hier habe.

Die neue Voliere wird aus Alu sein, denn ich habe nun schon zweimal feststellen können, dass eine Voliere aus Holz offenbar maximal 8 Jahre Lebensdauer hat. Da wir im Winter auf der Schattenseite des Schenkenbergertales wohnen und die Feuchtigkeit dann nur schwer abtrocknet, ist eine witterungsfeste Voliere aus Alu wirklich unumgänglich.

Für den Abriss des alten Geheges möchte ich nun um Hilfe bitten. Ich suche ein paar tatkräftige Leute, die Zeit und Lust hätten, am SAMSTAG 3. MAI 2014 hier bei der Demontage der Anlage mitzuhelfen. Für Speis und Trank an diesem Tag ist gesorgt, selbstverständlich gibt es auch nachträglich ein Helfer-Essen für all die fleissigen Helferlein.

Bitte liebe Tierfreunde, kommt helfen wenn Ihr könnt, alleine kann ich das Teil nicht demontieren. Wenn ein paar Leute zusammenkommen, sind wir schnell damit fertig.

Anmelden könnt Ihr Euch unter info@nagerfarm.ch

Vielen Herzlichen Dank an alle, die helfen möchten.

16. März 2014

Das Wetter ist herrlich warm und die Schweinchen geniessen die milden Temperaturen. Gestern habe ich das freundliche Wetter genutzt um im 15m2 Gehege bei meinem eigenen Rudel Frühlingsputzete zu machen. Alles rausgeschaufelt, alles neu eingestreut und die Ställe frisch gemistet. Die Schweinchen hatten ihre helle Freude und wuselten mir ständig um die Beine. 🙂

In letzter Zeit musste ich leider wieder ein paar Anfragen um Tiere ablehnen. So leid mir das auch tut, ich kann nun mal keine Schweinchen in Gehege abgeben, die zwar grosszügig wären, die aber absolut nicht raubtiersicher sind. Dann gibt es Unterkünfte ohne jegliche artgerechte Strukturierung, (wie auch, wenn kein Platz dafür ist?) die allerhöchstens die gesetzlichen Mindestmasse für zwei Schweinchen erfüllen, man möchte dort aber noch ein Drittes hineinpferchen und fragt dafür ausgerechnet mich an. 😉

Überhaupt würde ich mir sehr wünschen, die Leute würden, bevor Sie überhaupt Kontakt aufnehmen, zuerst ein bisschen auf meiner HP stöbern und vor allem die Abgabebedingen lesen. Anschliessend könnten die Interessenten entscheiden, ob sie Kontakt aufnehmen möchten oder nicht und den ersten Kontakt entprechend informativ gestalten.  Erstaunlich viele  Leute schaffen das nicht.

Es braucht wirklich unnötig viel Zeit und Geduld, wenn man Interessenten jedes bisschen Information über ihre Haltung und ihre Einstellung zu Meerschweinchen einzeln aus der Nase ziehen muss. Manchen empfinden bereits ein paar harmlose Fragen nach ihrer Haltung und ihren Platzverhältnissen als Affront und brechen den Kontakt sofort ab. Schade.

In den letzten Wochen sind wieder viele Schweinchen  hierhergekommen, die ein neues Zuhause suchen. Sie sind nun alle auf der Abgabeseite vorgestellt.

20. Februar 2014

Das Jahr ist kaum zwei Monate alt und schon gibt es wieder viele neue Schweinchen, die ein gutes Zuhause suchen. Die Abgabeseite ist aktualisiert, endlich hatte ich mal wieder Zeit, Fotos zu machen und hochzuladen. Wieder einmal sind es die unterschiedlichsten Tiere. Jung, alt, mutig, ängstlich, problemlos, kompliziert, handicapiert und und und…. Schaut doch mal rein. 🙂

27. Januar 2014

Puh, viel Arbeit liegt hinter mir. Die Homepage wurde teilweise umgestaltet und neue Texte und Rubriken sind dazugekommen. Neu bietet die Nagerfarm offizielle Altersheimplätze für Schweinchen ab 6 Jahren, als Alternative zu den populär gewordenen Leihmeerschweinchen an. Ferienplätze werden nun ebenfalls offiziell angeboten. Eine Rubrik „Direktvermittlung“  soll Leuten helfen, ihre Tiere direkt von A nach B zu platzieren, ohne Umweg über die Nagerfarm, denn ich kann aus Platzmangel einfach nicht immer alle Schweinchen aufnehmen, für die ich angefragt werde.

In der Rubrik „Haltung“ gebe ich mein Statement zur, meiner Ansicht nach, langweiligen Zweierhaltung ab. In der selben Rubrik werden Meerschweinchenfreunde auf häufig gemachte Fehler in der Haltung aufmerksam gemacht und erklärt, worauf man bei seinen Tieren täglich achten muss, um Krankheiten möglichst rechtzeitig zu erkennen.

Abgabetiere hat es im Moment kaum. Die, die im Moment hier sind, bleiben aus verschiedenen Gründen noch eine Weile unter Beobachtung.